Colourful children's clothes hanging on wooden hangers on a clothing rack
Newborn Essentials

Die erste Baby-Garderobe: Was du wirklich kaufen musst, wie viel du brauchst und was du weglassen kannst

Erstlingseltern kaufen fast immer zu viele Babyklamotten. Hier erfährst du genau, was dein Neugeborenes wirklich braucht, wie viele Teile sinnvoll sind und was du getrost weglassen kannst.

7 Min. LesezeitVon Lil' Bubba

Erstlingseltern kaufen im Schnitt etwa doppelt so viele Babyklamotten, wie ihr Neugeborenes jemals tragen wird. Das ist keine erfundene Statistik, um dich besser fühlen zu lassen. Es ist die gelebte Erfahrung fast aller Eltern, die drei Monate später eine Schublade voller ungetragener, noch mit Preisschild versehener Teile öffnen und denken: na toll.

Das Problem liegt nicht daran, dass du schlecht einkaufst. Es liegt daran, dass winzige Kleidung unglaublich süß ist, Größen keinen Sinn ergeben und dir niemand sagt, wie viele Bodys ein Baby am Tag durchmacht. Bis jetzt. Hier kommt dein ehrlicher Guide, um die erste Baby-Garderobe zu bestücken, ohne zu übertreiben. 👶

Das Größen-Chaos, das niemand erklärt

Babykleidergrößen sind, ehrlich gesagt, ein Durcheinander. "Neugeborenen"-Größe passt bei einer Marke einem 3,5-kg-Baby perfekt. Bei einer anderen könnte sie auch einer kleinen Katze passen. Und "0-3 Monate" ist so breit gefächert, dass es alles bedeuten kann.

Hier die Regel, die sich die meisten Eltern früher gewünscht hätten: Kaufe weniger in Neugeborenen-Größe und mehr in 56-62 (0-3 Monate). Die meisten Babys tragen "Neugeborenen"-Größe nur zwei bis vier Wochen, manchmal weniger. Manche größeren Babys überspringen sie komplett.

Eine vernünftige Aufteilung sieht so aus: etwa ein Drittel deiner Basics in der kleinsten Größe und zwei Drittel in 56-62. Wenn deine Hebamme ein größeres Baby erwähnt hat, setze noch mehr auf die größere Größe.

Die Basics: Was du wirklich brauchst

Vergiss die Instagram-Flatlay-Bilder mit siebzehn aufeinander abgestimmten Outfits. Dein Neugeborenes hat einen sehr einfachen Dresscode: bequem, leicht an- und auszuziehen und maschinenwaschbar. Das war's.

Bodys

Bodys sind das Arbeitstier jeder Baby-Garderobe. Sie gehen unter alles, funktionieren im Sommer als Einzeloutfit und du wirst sie öfter wechseln, als du denkst. Plane 7-8 Stück in beiden Größen ein. Kurzarm für Sommerbabys, Langarm für Winterbabys und einen Mix für Frühling oder Herbst.

Strampler

In den ersten Wochen wird dein Baby praktisch in Stramplern leben. Tag und Nacht. Niemand urteilt. Bevorzuge Reißverschluss statt Druckknöpfe, wenn du deinen Verstand bei nächtlichen Wickelaktionen bewahren willst. Kaufe 6-8 Stück in deinen beiden Größen.

Ein Starter-Set

Wenn die Idee, alles einzeln zu kaufen, überwältigend wirkt, ist ein gebündeltes Set eine wirklich kluge Abkürzung. Du bekommst die Kernteile auf einen Schlag, meist zu einem besseren Preis, und es nimmt das Rätselraten aus den ersten Tagen.

Mützchen, Kratzfäustlinge und Socken

Du brauchst 2-3 Mützchen für die ersten Tage. Kratzfäustlinge sind in den ersten zwei Wochen nützlich, bevor du dich traust, die winzigen Nägel zu schneiden. Socken gehen ständig verloren, aber kaufe trotzdem 4-5 Paar.

Strickjäckchen oder Lagen

Zwei leichte Strickjäckchen reichen aus. Babys regulieren ihre Temperatur anders als Erwachsene, deshalb ist Schichtenprinzip nützlicher als ein dicker Pullover.

Die "Ausgehoutfit"-Frage

Du wirst mindestens ein oder zwei hübschere Outfits wollen. Nicht für das Baby, natürlich. Dem ist das egal. Aber für die ersten Besucher, den Gang zum Standesamt, den ersten Spaziergang zum Café. 🤍

Ein Tipp: Stelle sicher, dass es trotzdem leichten Windelzugang hat. Das schönste Outfit wird zum Albtraum, wenn es bei jeder vollen Windel komplett ausgezogen werden muss.

Was du getrost weglassen kannst

  • Schuhe. Dein Baby läuft nicht. Es steht nicht einmal. Schuhe sind rein dekorativ und werden innerhalb von Sekunden abgestrampelt.
  • Jeans oder steife Hosen. Steifer Denim an einem Baby, das 90% der Zeit eingerollt liegt, ist unbequem und unpraktisch.
  • Alles mit "nur chemische Reinigung". Du wirst später darüber lachen.
  • Zu viel in Neugeborenen-Größe. Drei bis vier Strampler und eine Handvoll Bodys reichen. Kaufe keine komplette Garderobe in einer Größe, die vielleicht zehn Tage passt.
  • Themen-Outfits zum einmaligen Anziehen. Der Halloween-Kürbis-Anzug ist süß. Er passt auch nur etwa einen Tag lang.

Saisonale Anpassungen

Sommerbabys brauchen mehr Kurzarm-Bodys, ein paar leichte Spieler und einen Sonnenhut. Überhitzung ist ein größeres Risiko als Kälte.

Winterbabys brauchen eine warme Außenschicht für den Transfer zum Kinderwagen, ein oder zwei zusätzliche Strickjäckchen und eine kuschelige Mütze.

Frühlings- und Herbstbabys brauchen die meiste Flexibilität. Schichten sind dein bester Freund.

Die Checkliste

  • 7-8 Bodys (Mix aus Neugeborenen- und 0-3-Größe)
  • 6-8 Strampler (Mix aus beiden Größen)
  • 2-3 Mützchen
  • 2-3 Paar Kratzfäustlinge
  • 4-5 Paar Socken
  • 2 leichte Strickjäckchen
  • 1-2 "hübsche" Outfits
  • 1 warme Außenschicht (saisonal)
  • Ein Stapel Mullwindeln

Das war's. Mehr braucht es nicht. Alles andere ist optional, geschenkt oder nachts um elf im Supermarkt impulsiv gekauft, weil Entchen drauf waren. Kein Urteil.

Der Wunschlisten-Trick

Wenn du eine Baby-Wunschliste erstellst, ist Kleidung eine der einfachsten Kategorien zum Teilen. Menschen lieben es, winzige Outfits zu kaufen. Setze die praktischen Sachen auf die Liste und lass die süßen Überraschungen den Schenkenden.

Dein Baby braucht keine Instagram-taugliche Capsule Wardrobe. Es braucht weiche, bequeme Schichten, die du bei 40 Grad waschen und morgen wieder anziehen kannst.

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