A hand holding a small white alarm clock against a plain white background.
Parenting Practical

Wenn die Uhren zurückgestellt werden: So kommt dein Baby gut durch die Zeitumstellung

Am Sonntag, dem 25. Oktober, wird die Uhr zurückgestellt, und aus deinem 6-Uhr-Frühaufsteher wird ein 5-Uhr-Frühaufsteher. Hier ist ein entspannter Plan, Woche für Woche, um die innere Uhr deines Babys sanft umzustellen.

6 Min. LesezeitVon Lil' Bubba

Weißt du noch, als die Zeitumstellung im Herbst eine herrliche Extrastunde im Bett bedeutete?

Ach, schöne Erinnerungen. Sobald ein Baby im Haus ist, landet diese "Extrastunde" meistens direkt bei deinem Kleinen, das sie fröhlich wach verbringt und mit der Zimmerdecke plaudert, bevor die Sonne überhaupt aufgeht. ⏰

Dieses Jahr werden die Uhren am Sonntag, dem 25. Oktober, um 3 Uhr zurückgestellt. Wenn dein Baby also normalerweise um 6 Uhr aufwacht, meldet seine innere Uhr weiterhin 6 Uhr, während die Küchenuhr 5 Uhr anzeigt. Nicht ideal.

Die gute Nachricht? Die innere Uhr von Babys ist erstaunlich flexibel, und ein bisschen Planung macht einen großen Unterschied. So gehst du es Schritt für Schritt an, von der Woche davor bis zwei Wochen danach.

Die Woche davor: Wähle deinen Weg

Den einen richtigen Weg gibt es nicht. Es hängt vor allem vom Temperament deines Babys ab und davon, wie viel Aufwand du dir zutraust. Die meisten Familien entscheiden sich für eine von drei Varianten.

  • Die schrittweise Umstellung. Ab etwa Montag, dem 19. Oktober, verschiebst du alles (Nickerchen, Mahlzeiten, Schlafenszeit) jeden Tag um etwa 10 Minuten nach hinten. Am Samstagabend geht dein Baby dann eine Stunde "später" ins Bett, und das wird ab Sonntag die normale Schlafenszeit.
  • Die Mitte finden. Am Sonntag legst du dein Baby nach der neuen Zeit 30 Minuten später als sonst hin und verschiebst in den folgenden Tagen um weitere 30 Minuten.
  • Einfach mitmachen. Am Sonntagmorgen stellst du auf die neue Zeit um und lässt alles sich einpendeln. Das klappt am besten bei entspannten Babys oder Kleinkindern, die ohnehin eher spät aufwachen.

Dein Baby gerät aus dem Gleichgewicht, wenn sich die Schlafenszeit um fünf Minuten verschiebt? Dann ist die schrittweise Umstellung deine Freundin. Ein gelassener Schläfer, der überall ein Nickerchen macht? Dann kommst du vielleicht ganz ohne Plan davon.

Egal, wofür du dich entscheidest: Sag allen Bescheid, die dein Baby betreuen. Großeltern, Kita und dein Partner oder deine Partnerin sollten auf dem gleichen Stand sein, sonst endet das Mittagsschläfchen am Mittwoch im Chaos.

Das Wochenende davor: Das Schlafzimmer vorbereiten

Jetzt kommt der knifflige Teil der Oktober-Umstellung. Ab Sonntag ist es morgens plötzlich heller, wenn dein Baby aufwacht. Und Licht ist das stärkste "Es ist Morgen!"-Signal für die innere Uhr.

Wenn um 6:30 Uhr Tageslicht an den Vorhängen vorbeischleicht, nimmt das Gehirn deines Babys das gern als Erlaubnis, den Tag zu beginnen. Ein richtig dunkles Zimmer verhindert, dass das frühe Licht deine ganze Mühe zunichtemacht.

Ein mobiles Verdunkelungsrollo ist eine schnelle Lösung, wenn deine Vorhänge dünn sind oder du zur Miete wohnst und nicht in den Fensterrahmen bohren kannst. Es haftet einfach am Fenster, lässt sich wieder abziehen und kann später auch mit in den Urlaub.

Mach an diesem Wochenende einen kurzen Check in der Morgendämmerung. Stell dich bei geschlossener Tür ins Kinderzimmer und schau, wo das Licht hereinkommt. Lücken oben an der Gardinenstange sind die üblichen Übeltäter.

Gleichmäßige Hintergrundgeräusche können ebenfalls helfen. Wenn die Müllabfuhr, die Vögel oder der frühe Wecker deines Partners dein Baby oft wecken, glättet ein White-Noise-Gerät diese plötzlichen Geräusche, während sich die innere Uhr anpasst.

Samstagabend: Der letzte Schubs

Wenn du die schrittweise Umstellung machst, ist heute der letzte Schritt. Die Schlafenszeit sollte jetzt fast eine Stunde später liegen als vor einer Woche.

Alles andere am Zubettgehen bleibt genau gleich. Gleiches Bad, gleiche Geschichte, gleiches Lied, gleicher Schlafsack. Vertraute Rituale sagen deinem Baby, dass Schlafenszeit ist, auch wenn die Uhr etwas seltsam aussieht.

Und vergiss deine eigenen Uhren nicht. Dein Handy stellt sich selbst um, aber der Backofen, das Auto und die Wanduhr im Flur nicht. Stell die wichtigen um, bevor du ins Bett gehst, damit du am Sonntagmorgen nicht rätseln musst, wie spät es eigentlich ist. 😅

Sonntagmorgen: Ruhig dranbleiben

Dein Baby wacht auf. Du schaust auf die Uhr. Sie zeigt 5:15 Uhr. Tief durchatmen.

Wenn möglich, halte das Zimmer dunkel und ruhig, bis es näher an eurer normalen Aufstehzeit ist. Du musst dein Baby nicht weinen lassen. Halte einfach alles gedämpft: leise Stimme, gedimmtes Licht, noch keine große "Guten Morgen!"-Energie.

Sobald es Zeit zum Aufstehen ist, legst du den Schalter um. Vorhänge weit auf, Tageslicht rein, und wenn das Wetter mitspielt, ab nach draußen für einen Morgenspaziergang. Helles Morgenlicht ist eines der besten Mittel, um die innere Uhr neu zu stellen, für dich und für dein Baby. ☀️

Für Kleinkinder ist eine Lichtwecker-Uhr Gold wert. Sie leuchtet in einer Farbe für Schlafen und in einer anderen für Aufstehen, sodass auch ein Zweijähriges, das noch keine Uhr lesen kann, weiß, ob es aufstehen darf.

Stell sie ab Sonntag auf eure neue Aufstehzeit ein. Wenn dein Kleinkind sie schon kennt, folgt es einfach dem Licht, und du musst im Morgengrauen nicht diskutieren.

Die Woche danach: Den ganzen Tag verschieben

Die Schlafenszeit ist nur ein Teil des Puzzles. Der ganze Tag deines Babys folgt einem Rhythmus, und Mahlzeiten und Nickerchen helfen, ihn zu verankern.

  • Mahlzeiten: Frühstück, Mittagessen und Abendbrot zu den gewohnten Zeiten nach der neuen Uhr. Hunger ist erstaunlich gut darin, die innere Uhr neu zu stellen.
  • Nickerchen: Schrittweise nach hinten verschieben. Wenn das erste Nickerchen normalerweise um 9:30 Uhr ist, rutscht es ein paar Tage lang vielleicht Richtung 9 Uhr, und das ist völlig okay.
  • Nachmittage: Geh raus, wenn du kannst. Tageslicht um die Mittagszeit hilft, und die dunklen Abende kommen jetzt schnell.
  • Abende: Etwa eine Stunde vor dem Schlafengehen das Licht dimmen und die Vorhänge zuziehen. Wenn es gegen 17 Uhr dunkel wird, fühlt sich das Haus lange vor der Schlafenszeit schon nach Bett an.

Rechne mit ein paar holprigen Tagen. Ein etwas grummeliger Nachmittag oder ein Nickerchen, das aus dem Ruder läuft, ist völlig normal, während sich alle umgewöhnen.

Zwei Wochen später: Immer noch im Morgengrauen wach?

Die meisten Babys und Kleinkinder gewöhnen sich innerhalb von etwa einer Woche an die neue Zeit. Manche brauchen etwas länger, besonders wenn sie schon vor der Umstellung Frühaufsteher waren.

Wenn ihr nach zwei Wochen immer noch um 5 Uhr startet, prüf die üblichen Verdächtigen. Kommt noch Licht ins Zimmer? Rutscht die Schlafenszeit zu früh, weil um 18 Uhr alle fix und fertig sind? Endet das letzte Nickerchen sehr spät oder sehr früh?

Oft reicht eine kleine Anpassung, etwa das Nachmittagsschläfchen um 15 Minuten zu verschieben. Und wenn der Schlaf richtig aus den Fugen geraten ist und du dir Sorgen machst, sprich mit deiner Hebamme oder eurer Kinderärztin bzw. eurem Kinderarzt. Genau dafür sind sie da.

Denk auch daran: Frühes Aufwachen sagt nichts über deine Fähigkeiten als Elternteil aus. Manche Babys sind einfach Lerchen. Du hast nichts kaputt gemacht. 💛

Ein kurzer Tipp fürs nächste Mal

Im März werden die Uhren wieder vorgestellt, und dann läuft es andersherum: Die Schlafenszeit fühlt sich für dein Baby plötzlich zu früh an. Es gelten die gleichen Tricks, nur umgekehrt. Verschiebe alles jeden Tag um 10 Minuten nach vorn, halte die Abende hell und hab das Verdunkelungsrollo für die hellen Frühlingsabende griffbereit.

Steht Schlaf-Ausstattung auf deiner Wunschliste? Dann ist jetzt der perfekte Zeitpunkt, sie hinzuzufügen, bevor die dunklen Morgen und die Festtagszeit beginnen. Pack alles auf deine BubsNest-Wunschliste, damit die Familie genau weiß, was hilft. Starte hier deine Wunschliste.

Viel Glück an diesem Sonntag. Mit etwas Glück gehört die Extrastunde am Ende ja doch dir.

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