A tiny pair of pink knitted baby booties sitting on a weathered wooden rail against a soft, blurred background.
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Erste Schritte, erste Schuhe: Wann du sie kaufen solltest und wie sie richtig passen

Diese winzigen Schuhe sind schwer zu widerstehen, aber die meisten Babys sind länger barfuß besser dran, als du denkst. Hier erfährst du Schritt für Schritt, wann die ersten Schuhe fällig sind und wie du die Passform prüfst.

6 Min. LesezeitVon Lil' Bubba

Diese Tatsache hat uns überrascht: Ein Babyfuß ist nicht einfach eine Miniaturversion eines Erwachsenenfußes. Ein großer Teil davon ist noch weicher Knorpel, und die Knochen formen und festigen sich noch über Jahre.

Genau deshalb können die süßen kleinen Sneaker im Schaufenster ruhig noch warten. 👣

Die Füße deines Babys leisten barfuß ihre beste Arbeit. Die Zehen greifen, das Fußgewölbe entwickelt sich und wackelige Beinchen lernen Gleichgewicht durch das Gefühl für den Boden. Schuhe kommen später, und dann zählt die Passform viel mehr als das Aussehen.

Wann kaufst du sie also? Gehen wir es Phase für Phase durch.

Phase 1: Bevor sie mobil werden

Neugeborene und junge Babys brauchen keine Schuhe. Überhaupt nicht. Nicht mal die niedlichen aus dem Geschenkset.

Was sie brauchen, ist Wärme. Socken, Strampler mit Füßen oder weiche Babyschühchen sind perfekt für kühle Herbsttage, besonders unterwegs im Kinderwagen. Achte nur darauf, dass nichts am Knöchel einschnürt oder die Zehen quetscht.

Drinnen? Barfuß ist wunderbar. Viel Strampeln, Zappeln und nach den Zehen Greifen gehört alles dazu.

Phase 2: Krabbeln und Entlanghangeln

Irgendwann um die Mitte des ersten Lebensjahres wird es lebhaft. Dein Baby rollt, krabbelt, zieht sich dann am Sofa hoch und schiebt sich seitlich an den Möbeln entlang.

Das ist immer noch Barfußzeit. Den Boden zu spüren hilft beim Gleichgewicht, und die Zehen greifen erstaunlich viel. Wenn eure Böden kalt oder rutschig sind, sind Krabbelschuhe mit weicher Sohle oder Stoppersocken ein guter Mittelweg.

Ein guter Krabbelschuh sollte sich fast wie ein Hausschuh anfühlen. Flexibel genug, um sich in deiner Hand biegen zu lassen, mit einer Sohle, durch die die Füße spüren, was darunter ist.

In dieser Phase kann auch ein stabiler Lauflernwagen zum Schieben richtig Spaß machen. Er gibt kleinen Entlanghanglern etwas Festes zum Festhalten, während sie ihre Schritte üben.

Gut zu wissen: Schiebe-Lauflernwagen sind etwas ganz anderes als Sitz-Lauflernhilfen mit Rollen. Die meisten Gesundheitsempfehlungen raten von den Sitzmodellen ab. Wenn du also etwas auf deine Wunschliste setzt, wähle die Variante, hinter der dein Baby steht und schiebt.

Phase 3: Die ersten wackeligen Schritte

Freudentränen und verwackelte Handyvideos! 🎉

Babys machen ihre ersten freien Schritte in sehr unterschiedlichem Alter. Manche laufen schon vor dem ersten Geburtstag los, andere lassen sich bis weit ins zweite Jahr Zeit, und beides ist völlig normal. Wenn du dir Sorgen machst, wann oder wie dein Kind läuft, sprich mit deiner Hebamme oder eurer Kinderärztin bzw. eurem Kinderarzt.

Das überrascht viele: Die ersten Schritte passieren meist drinnen, und drinnen darf es barfuß bleiben. Du musst nicht am selben Tag ins Schuhgeschäft rennen, an dem dein Kind den Couchtisch loslässt.

Gib ihm ein paar Wochen, um sicherer zu werden. Lass es auf Teppich, Läufern und im Garten auf dem Rasen üben. Die Füße lernen mit.

Phase 4: Laufen draußen

Jetzt ist der Moment für richtige erste Schuhe. Sobald dein Kleinkind sicher allein läuft und auf Gehwegen, auf dem Spielplatz oder durch raschelndes Laub tapsen soll, brauchen die Füße Schutz.

Darauf solltest du bei Lauflernschuhen achten:

  • Eine flexible Sohle, die sich vorne, wo die Zehen abknicken, leicht biegt
  • Geringes Gewicht, damit sie nicht bei jedem Schritt schwere Stiefel heben
  • Ein breiter, geräumiger Zehenbereich, damit sich die Zehen ausbreiten können
  • Klettverschluss oder ein einfacher Verschluss, der die Ferse sicher hält, ohne einzuengen
  • Eine griffige Sohle für nasse Herbstwege

Und weil Herbst ist, werden Gummistiefel garantiert oft getragen. Pfützenspringen ist im Grunde ein Kleinkindsport. Nutze Gummistiefel aber eher für Regenspaß als für den ganzen Tag, denn für lange Spaziergänge sind sie nicht gemacht.

Phase 5: Mit wachsenden Füßen Schritt halten

Jetzt wird es knifflig. Kleinkindfüße wachsen schnell, und dein Kind wird dir nicht sagen, dass die Schuhe drücken. Es wird einfach quengelig, stolpert mehr oder will nicht mehr laufen.

Die Füße messen zu lassen ist der einfachste Weg, besonders beim allerersten Paar. Viele Kinderschuhgeschäfte bieten kostenloses Messen an, und gute Fachleute prüfen Länge und Breite.

Zu Hause kannst du schnell selbst nachsehen:

  • Drücke vorne leicht auf den Schuh, während dein Kind steht. Vor dem längsten Zeh sollte etwa eine Daumenbreite (rund 1 cm) Platz sein
  • Schiebe einen Finger hinter die Ferse. Sie sollte gut sitzen, ohne eingeklemmt zu sein
  • Zieh die Schuhe nach einem Spaziergang aus und achte auf rote Stellen an Zehen, Seiten oder Ferse
  • Prüfe alle paar Monate erneut, denn Wachstumsschübe kommen oft überraschend

Kurz zu gebrauchten Schuhen: Bei winzigen, kaum getragenen Schuhen ist die Versuchung groß! Aber Schuhe passen sich den Füßen an, die sie getragen haben. Bei Alltagsschuhen zum Laufen lohnt es sich daher, neu zu starten. Gummistiefel, Hausschuhe und gelegentliche Partyschuhe sind etwas anderes.

Erste Schuhe auf der Wunschliste

Schuhe gehören zu den Geschenken, die Familie und Freunde unheimlich gern kaufen. Der Haken: Die Größen ändern sich so schnell, dass ein im Voraus gekauftes Paar womöglich nicht passt, wenn es gebraucht wird.

Ein paar Ideen, die gut funktionieren:

  • Setz einen weichen Krabbelschuh in der nächsten Größe auf die Liste statt in der aktuellen
  • Wünsch dir einen Gutschein oder einen Zuschuss für das erste professionelle Fußmessen
  • Gummistiefel oder ein Lauflernwagen sind weniger größenabhängig und passen gut auf die Liste

Du kannst alles an einem Ort auf deiner BubsNest-Wunschliste sammeln und die Größen anpassen, während die kleinen Füße wachsen.

Vor allem: Genieß diese Zeit. Das Wackeln, die ausgebreiteten Arme fürs Gleichgewicht, das stolze Grinsen, wenn sie es durchs Zimmer geschafft haben. Ob barfuß oder in brandneuen Schuhen, diese ersten Schritte sind pure Magie. 💛

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