Das Stillkomfort-Set: Kleine Helfer für die ersten zwei Wochen
Stillen ist natürlich, aber das heißt nicht, dass es leicht ist. Hier ist das kleine, sinnvolle Set, das die ersten zwei Stillwochen angenehmer macht, plus wen du anrufen kannst, wenn etwas wehtut.
"Stillen ist natürlich, also klappt das schon von allein."
Ach, der große Mythos. Atmen ist auch natürlich, aber niemand erwartet, dass du am ersten Tag einen Marathon läufst. 🤱
Stillen ist eine ganz neue Fähigkeit für zwei absolute Anfänger, und einer davon ist gerade erst auf der Welt angekommen. Die ersten zwei Wochen sind der steilste Teil der Lernkurve. Viel Übung, ein bisschen Wundsein, jede Menge "Ist das so richtig?" und dann, bei vielen, ein langsames Einrasten.
Die gute Nachricht? Ein paar kleine, sinnvolle Dinge machen diese ersten Wochen so viel angenehmer. Keines davon behebt allein ein schwieriges Anlegen (dazu später mehr), aber sie nehmen die Schärfe raus, während ihr euch kennenlernt.
Hier ist das Set, sortiert nach dem Körperteil, um das es sich kümmert.
Dein Rücken, deine Schultern und Arme
Neugeborene trinken oft. Acht bis zwölf Mal am Tag ist völlig normal, und manche Mahlzeiten dauern ewig. Das sind viele Stunden, gebeugt über einen winzigen Menschen.
Die meisten Schmerzen am Anfang kommen daher, dass du dich zum Baby runterbeugst, statt das Baby zu dir hochzuholen. Probier vor dem Stillen diesen kurzen Check:
- Po ganz nach hinten in den Stuhl oder aufs Sofa
- Ein Kissen hinter den unteren Rücken
- Füße flach auf dem Boden oder auf einem niedrigen Hocker, sodass die Knie etwas höher sind als die Hüften
- Schultern fallen lassen (du wirst staunen, wie oft sie zu den Ohren hochwandern)
Ein richtiges Stillkissen übernimmt hier die Schwerarbeit. Es hebt dein Baby auf Brusthöhe, sodass deine Arme nicht das ganze Gewicht halten müssen. Nach einem Kaiserschnitt, wenn du keinen Druck auf dem Bauch willst, ist das Gold wert.
Achte auf eines, das fest genug ist, um nicht platt zu werden, und einen waschbaren Bezug hat. Glaub uns, der Bezug muss gewaschen werden. Oft.
Ein Sicherheitshinweis: Stillkissen sind nur für wache, beaufsichtigte Mahlzeiten. Wenn dein Baby einschläft, leg es auf den Rücken in sein Bettchen oder seinen Stubenwagen, statt es auf dem Kissen liegen zu lassen.
Deine Brustwarzen
Reden wir über das Thema, an das alle denken, das aber kaum jemand laut ausspricht.
Etwas Empfindlichkeit in den ersten Tagen ist sehr häufig, weil sich deine Brustwarzen an einen ganz neuen Job gewöhnen. Aber Stillen sollte nicht zum Zehenkrümmen sein. Schmerzen, die die ganze Mahlzeit anhalten, oder Brustwarzen, die danach rissig, gequetscht oder lippenstiftförmig aussehen, sind ein Zeichen, das Anlegen prüfen zu lassen. Das ist kein Versagen. Es ist nur eine Zwei-Minuten-Sache für die richtige Person.
In der Zwischenzeit helfen ein paar kleine Annehmlichkeiten:
- Nach dem Stillen an der Luft trocknen lassen, wenn es geht
- Weiche, atmungsaktive Schichten tragen statt Kratzigem
- Deine Hebamme fragen, was sie für die Hautpflege zwischen den Mahlzeiten empfiehlt
Viele Mamas schwören auch auf Silberhütchen. Sie sitzen im BH über der Brustwarze, halten Stoff von empfindlicher Haut fern und bilden eine kühle, glatte Barriere. Sie ersetzen keine gute Stillberatung, aber viele empfinden sie als angenehmes kleines Extra.
Das Auslaufen
Etwas, das in Geburtsvorbereitungskursen nicht immer erwähnt wird: Wenn der Milcheinschuss kommt, meist irgendwann zwischen Tag zwei und fünf, kann es auslaufen. Ordentlich.
Es läuft, wenn dein Baby weint. Es läuft, wenn das Baby von jemand anderem weint. Unter der Dusche, im Bett und genau in dem Moment, in dem Besuch reinkommt. Völlig normal, ein bisschen lustig und sehr feucht. 💧
Stilleinlagen sind in den ersten Wochen unverzichtbar. Waschbare sind weich, auf Dauer günstiger und schonen den Mülleimer. Leg dir einen Vorrat ans Bett, in die Wickeltasche und ins Auto, und wechsle sie oft, damit kein feuchter Stoff auf wunder Haut liegt.
Profi-Tipp: Steck sie vor dem Waschen in ein Wäschenetz, sonst verschwinden sie in der Trommel und tauchen drei Wochen später in einem Bettbezug wieder auf.
Und dann ist da noch der Milchspendereflex auf der anderen Seite. Wenn dein Baby an einer Brust trinkt, macht die andere oft mit. Ein Milchauffänger aus Silikon fängt diese Tropfen auf, statt sie an eine Einlage zu verlieren. Er sitzt einfach im BH auf der Seite, an der dein Baby gerade nicht trinkt. Manche Eltern bauen damit langsam einen kleinen Vorrat im Gefrierfach auf, ganz ohne Pumpe.
Sprich aber mit deiner Hebamme oder einer Stillberaterin, bevor du in den allerersten Tagen viel abpumpst oder auffängst, denn das kann beeinflussen, wie sich deine Milchmenge einpendelt.
Deine Energie (ja, du zählst auch)
Milch zu bilden macht durstig und hungrig. Viele bekommen eine plötzliche Durstwelle, sobald das Baby andockt, und natürlich steht das Wasser dann am anderen Ende des Zimmers.
Stell dir einen "Stillkorb" zusammen, den du von Raum zu Raum mitnehmen kannst:
- Eine große Wasserflasche mit Strohhalm (einhändig trinken ist ein Gamechanger)
- Snacks für eine Hand - Haferriegel, Nüsse, Bananen, Cracker
- Ladekabel mit langem Kabel
- Ersatz-Stilleinlagen und ein Mulltuch
- Lippenpflege, denn Krankenhausluft und Nächte mit Neugeborenen trocknen seltsam aus
- Die Fernbedienung. Immer die Fernbedienung.
Wenn Partner oder Besuch da sind, ist das Auffüllen des Korbs ihr Job. Niemand muss zweimal gebeten werden, einer frischgebackenen Mama einen Keks zu bringen.
Dein Unterstützungsteam
Das ist der wichtigste Teil des Sets, und er kostet keinen Cent.
Wenn das Stillen wehtut, du dir Sorgen machst, ob dein Baby genug bekommt, oder du einfach möchtest, dass jemand eine Mahlzeit anschaut und sagt "Ja, das sieht super aus", melde dich früh. Du musst nicht erst kämpfen, um fragen zu dürfen.
- Deine Hebamme kann beim Stillen zuschauen und das Anlegen prüfen
- Viele Orte bieten kostenlose Stilltreffs und Stillgruppen an
- Es gibt Still-Hotlines, wenn du eine freundliche Stimme brauchst
- Deine Ärztin oder dein Arzt, wenn sich etwas heiß, rot oder knotig anfühlt oder du dich krank fühlst
Mit jemandem in der ersten Woche zu sprechen, kann dir später Wochen voller Schmerzen ersparen. Um Hilfe bitten ist auch eine Fähigkeit, und du darfst sie so oft nutzen, wie du willst.
Ab auf die Liste
Das Schöne an einem Stillkomfort-Set? Es besteht hauptsächlich aus kleinen, erschwinglichen Dingen, perfekt für Freunde und Familie, die dir etwas wirklich Nützliches schenken möchten. Füge Kissen, Einlagen und die kleinen Extras deiner BubsNest-Wunschliste hinzu, damit alles bereitliegt, bevor das Baby kommt.
Und denk dran: Wie auch immer du dein Baby am Ende fütterst, du machst das großartig. Die ersten zwei Wochen sind das Schwerste. Du schaffst das. 💛
Bereit, deine Babywunschliste zu erstellen?
Erstelle noch heute deine kostenlose Wunschliste und teile sie mit Freunden und Familie.
Kostenlos loslegen